BREXIT-Das AfD-Mittelstandsforum gratuliert

BREXITDas AfD-Mittelstandsforum gratuliert den britischen Wählern zu ihrer demokratisch gefällten Entscheidung über den Austritt aus der Europäischen Union!

Analysieren wir kurz die wesentliche, ökonomische Folge des Brexit:

Ja, weltumspannende Finanztransaktionen werden dadurch erschwert. Der heutige Absturz der Börsenkurse ist der Gradmesser.
Ist das wirklich schlimm?

Die Weltwirtschaft steht aus folgendem Grund am Abgrund:

  • Die realwirtschaftliche Leistungserbringung macht nur noch einen Bruchteil der weltweiten Wertschöpfung im Vergleich mit dem Volumen spekulativer Finanzgeschäfte aus. Diese sind eine Zeitbombe. Wenn sie platzen, werden sie über ihre Hebelwirkung die Realwirtschaft mit nach unten reißen.
  • Über den Brexit wird das Volumen der Finanzindustrie reduziert und somit „Überdruck in dieser Zeitbombe abgelassen“. Die Realwirtschaft erhält dadurch – relativ gesehen – wieder mehr Gewicht an der weltweiten Wertschöpfung.
  • Die Realwirtschaft, das sind die ehrlich arbeitenden Handwerker, Kaufleute, Freiberufler, Landwirte und inhabergeführten Unternehmen, also der Mittelstand. Für sie ist der Brexit ein Freudentag und er sollte ein Freudentag für alle Wirtschaftsverbände sein, die behaupten, mittelständische Interessen zu vertreten.

Die Sanktionsfront bröckelt: engere deutsch-russische Zusammenarbeit gefordert

moscow-863531_1280Der Siemens-Chef der russischen Tochtergesellschaften Dr. Dietrich Möller spricht sich in der Öffentlichkeit als erster deutscher Konzernlenker für eine engere deutsch-russische Zusammenarbeit aus.

„Wenn der morgen noch im Amt ist können wir davon ausgehen, dass die Sanktionsfront bröckelt. Das haben wir als Mittelstandsforum immer gefordert“, so Hansjörg Müller, Bundesvorsitzender des Mittelstandsforum der AfD.

http://www.ostexperte.de/interview-siemens-russland-chef/

Vorstands-Klausurtagung des AfD-Mittelstandsforums

Der erweiterte Bundesvorstand des AfD-Mittelstandsforums traf sich am 16. April 2016 in Leipzig zu einer Klausurtagung, an der auch unsere Parteiprecherin Frau Dr. Frauke Petry und Herrn Prof. Meuthens Büroleiter Herr Ralf Özkara teilnahmen. In harmonischer Atmosphäre wurde bekräftigt, daß das AfD-Mittelstandsforum ein eigenständiger Verein mit besonderer Nähe zur Partei bleibt. Dadurch können insbesondere Unternehmen angesprochen werden, die sich (noch) nicht trauen, die AfD offen zu unterstützen. Das AfD-Mittelstandsforum bringt seine fachliche Expertise bei Gesprächen des AfD-Bundesvorstandes mit interessierten, mittelständischen Unternehmern ein. Es übernimmt auch diese Gespräche, um den Parteivorstand zu entlasten. Ein weiteres Ziel ist die gemeinsame Gewinnung von Spenden.

Frau Dr. Petry hat das AfD-Mittelstandsforum aufgefordert, mittelständische Themen zu formulieren und in die Partei einzubringen.

Als wesentliche Kernthemen wurden beschlossen:

  • Abschaffung der Gewerbe- und Erbschaftssteuer,
  • gegen Zwangsmitgliedschaften in Kammern und der GEZ,
  • Verhinderung der Deindustrialisierung Deutschlands unter dem Deckmantel angeblichen Klimaschutzes,
  • keine zentralistischen EU-Entscheidungen mehr zu Lasten deutscher Unternehmen,
  • Aufklärung zu versteckten Risiken in der betrieblichen Altersversorgung,
  • Ablehnung von TTIP und Russlandsanktionen.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wird dramatische Arbeitsplatzverluste mit sich bringen, womit die Bevölkerung noch mehr schrumpfen müsste, um diesen Trend auszugleichen. Die Befürworter der aktuell stattfindenden, massenhaften Zuwanderung blenden diesen Zusammenhang völlig aus. Zur Auflockerung referierte der Repräsentant der autonomen Republik Baschkortostan in Deutschland, das brandenburgische AfD-Mitglied Arthur Wagner, über Geschäftsmöglichkeiten in Russland auch in Zeiten von Sanktionen.

Das AfD-Mittelstandsforum wird weitere Landesverbände aufbauen, um ganz Deutschland abzudecken.

Interessenten wenden sich bitte an h.mueller@afd-mittelstand.de.

Dipl.-Volkswirt Hans-Jörg Müller, Bundesvorsitzender des AfD-Mittelstandsforums e.V. www.afd-mittelstand.de

Bestrafung des Mittelstandes für Abgastricks der Autoindustrie – NICHT MIT UNS!

20160408_DieselsteuerDas AfD-Mittelstandsforum lehnt die Initiative der grünen Umweltminister von NRW, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Hessen zur Abschaffung des Steuervorteils für Diesel und damit der Erhöhung von Ausgaben von Millionen Mittelständlern kategorisch ab.

Insbesondere die Begründung, dass die Autohersteller mit Manipulationen innerhalb des Abgasskandals nachgewiesen haben, dass es keinen Umweltvorteil für Dieselfahrzeuge gibt, zeigt auf, dass statt Bestrafung von Schuldigen nur wieder eine Möglichkeit zur Erhöhung der Abgabenlast genutzt werden soll.

Die Umweltpolitik der Partei „Bündnis 90 Die Grünen“ gefährdet zum wiederholten Mal den Wohlstand unserer Bürger.

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Umweltminister-wollen-nach-Abgas-Affaere-Diesel-teurer-machen-2006998204

Mittelstandsforum der AfD startet neu durch – harmonische Vorstands-Neuwahlen in Schweinfurth

Auf ihrer Mitgliederversammlung in Schweinfurth hat das AfD-Mittelstandsforum in Schweinfurth einen neuen Vorstand gewählt. Mit überwältigender Mehrheit wurden alle Vorstandsmitglieder neu gewählt. Mit Hansjörg Müller wurde der ehedem stellvertretende Bundesvorsitzende zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Der neue Bundesvorstand (unten) mit den Länderbeauftragten (oben) von links nach rechts Dr. J. Keiler, M. Lieschke, R. Glöckner-Goldmann, H. Müller, D. Adam, U. Kamann, M. Scheer, M. Gellner, R. Huwer
Der neue Bundesvorstand (unten) mit den Länderbeauftragten (oben) von links nach rechts Dr. J. Keiler, M. Lieschke, R. Glöckner-Goldmann, H. Müller, D. Adam, U. Kamann, M. Scheer, M. Gellner, R. Huwer

Unser neuer Vorstand:

Bundesvorsitzender: Hansjörg Müller
Stellvertreter: Uwe Kamann, Ralf Glöckner-Goldmann, Dirk Adam
Schatzmeister: Roland Huwer
Schriftführer: Markus Scheer
Beisitzer: Matthias Gellner, Matthias Lieschke, Dr. Joachim Keiler

Das AfD-Mittelstandsforum wird unter anderen kurzfristig inhaltlich Stellung zur Erbschaftssteuer, Massenzuwanderung , TTIP sowie Russland-Sanktionen nehmen. Dazu wird das AfD-Mittelstandsforum in naher Zukunft eine Klausurtagung durchführen.

Bild Vorstand MSF-NRW Komplett

Außerordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbands Nordrhein-Westfalen

Außerordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbands Nordrhein-Westfalen

Wie angekündigt, wurde am Samstag, dem 26. September, die außerordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbandes NRW unseres Mittelstandsforums durchgeführt.

Diese wurde notwendig, da wir beim Landesvorstand drei Austritte zu verzeichnen hatten. Die verbliebenen Vorstände sind dankenswerter Weise zum 26.09 zurück getreten, sodass der Landesvorstand für eine volle Amtszeit komplett neu gewählt werden konnte.

Trotz des gleichzeitig durchgeführten AfD-Bezirksparteitags Düsseldorf und der Klausurtagung der Jungen Alternative NRW hatten wir eine sehr gute Beteiligung, mehr als 50 Prozent aller Mitglieder aus NRW waren anwesend. Dies belegt das große Interesse an unserem Mittelstandsforum.

Durch einen überaus erfreulichen Mitgliederzuwachs konnten wir den Landesverband in den letzten Wochen aus seinem Dornröschenschlaf erwecken – die Zahl unserer Mitglieder hat sich mehr als verdoppelt. Wir freuen uns auch darüber, dass einige Landesvorstände des AfD-Landesverbandes NRW dem Mittelstandsforum beigetreten sind und damit die Bedeutung unseres Verbandes für den wirtschaftspolitischen Diskurs der AfD bestätigt haben.

Markus Pretzell, Landessprecher der AfD NRW, wies in seinem Grußwort zu Recht darauf hin, dass der deutsche Mittelstand von den linken Parteien verachtet und von der CDU bestenfalls ignoriert wird. Selbst die FDP setzt neuerdings gleichfalls lieber auf gefälligen Wohlfühlliberalismus statt auf klare marktwirtschaftliche Kante.

Die Notwendigkeit dem Mittelstand eine starke Stimme zu geben, unterstrich auch Unternehmer Uwe Kamann, der zum neuen Landesvorsitzenden des AfD-Mittelstandsforums gewählt wurde. In seiner Eröffnungsrede sagte Kamann: „Unserem AfD-Mittelstandsforum wird im wirtschaftlichen Bereich die gleiche Bedeutung und gesellschaftliche Verantwortung zuteilwerden, wie der AfD im parteipolitischen Spektrum. Wir müssen und werden die Alternative zu dem bestehenden Wirtschaftsverbandskartell sein. Eine Alternative für den Mittelstand, die den Mut hat, den Finger in die wirtschaftspolitische Wunde zu legen und die in der Lage ist, zukünftig positive Veränderungen für den Mittelstand herbeizuführen.“

Alle gewählten Vorstandsmitglieder und die Rechnungsprüfer wurden mit einer stabilen Mehrheit von über 95% der anwesenden Mitglieder gewählt.

Gewählt wurden:

· Uwe Kamann (Vorsitzender)
· Markus Scheer (Stellv. Vorsitzender)
· Thomas Roeckemann (Stellv. Vorsitzender)
· Thomas Kunze (Schatzmeister)
· Ingo Schumacher (Schriftführer)
· Matthias Gellner (Beisitzer)
· Sebastian Schulze (Beisitzer)
· Helmut Holzem (Rechnungsprüfer)
· Christoph Oebel (Rechnungsprüfer)
·
Der hohe Grad der Zustimmung ist Ansporn für den neu gewählten Landesvorstand, uns mit guter wirtschaftspolitischer Arbeit als der alternative Mittelstandsverband in NRW zu etablieren. Für die nächsten zwei Jahre versprach der neugewählte Vorsitzende Uwe Kamann, „ die Landesregierung mit ihrer desaströsen Wirtschaftspolitik mit Aktionen und Maßnahmen vor uns herzutreiben, um spätestens 2017 im Landesparlament für wirtschaftspolitische Veränderungen und eine bessere Zukunft unseres Mittelstandes zu sorgen.“

Der Mittelstand bildet aus

Der Mittelstand bildet aus
Berufliche Ausbildung erfolgt fast ausschließlich durch den Mittelstand

 

„Der Mittelstand ist das Rückgrat der Deutschen Wirtschaft“ – wie oft hat man diesen Satz schon gehört, auch wenn diese bedeutende Rolle des Mittelstands in der umgesetzten Politik der Altparteien dann meistens vergessen wird. Sonntagsreden von Politikern, die wissen, was gut ankommt, aber doch nur die Interessen ihrer Geldgeber vertreten.
Zum Nachteil nicht nur der Deutschen Wirtschaft, sondern auch der Berufsanfänger. Denn wieder einmal trägt der Mittelstand den Großteil der gesellschaftlichen Verantwortung: Nach der neuesten Studie der KfW wird die berufliche Ausbildung überwiegend vom Mittelstand getragen. 85 % der Auszubildenden absolvieren ihre Ausbildung in mittelständischen Betrieben. Bei insgesamt rückläufiger Tendenz bleibt die Zahl der Azubis in mittelständischen Unternehmen konstant bei ungefähr 1,2 Millionen.

Ohne den Mittelstand wäre das viel gelobte Duale Ausbildungssystem am Ende und nur ein kleiner Teil der Schulabgänger hätte einen Ausbildungsplatz. Diese Leistung können die kleinen und mittelständischen Unternehmen aber nur dann erbringen, wenn sie Rahmenbedingungen vorfinden, die ihnen Sicherheit für die Zukunft und damit für Investitionen gewährleisten. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört auch ein Bildungssystem, das die Versorgung der Wirtschaft mit Fachkräften sicherstellt. Diese Versorgung läuft in letzter Zeit nicht mehr rund. Die seit Jahrzehnten stetig anwachsenden Studentenzahlen entziehen dem Ausbildungssystem qualifizierten Nachwuchs. Während Mitte der 1990er immerhin schon 26 % der jungen Menschen einen Hochschulabschluss erlangten, liegt die Quote nach einer OECD-Studie inzwischen bei 42 %. Die Folgen sind ein Überangebot an Hochschulabsolventen in vielen Geisteswissenschaften bei gleichzeitigem Facharbeitermangel in vielen Bereichen der Dualen Ausbildung. Der Versuch, die entstandene Lücke mit Zuwanderung auszufüllen, funktioniert nur begrenzt. Sprachliche Hürden, unterschiedliche Bildungstraditionen und nicht vorhandene Vorkenntnisse führen oft dazu, dass dieser Versuch scheitert.
Eine Verbesserung des Bildungssystems sowie eine Ausrichtung des Bildungssystem an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes ist daher unumgänglich. Wer von mittelständischen Unternehmen verlangt, dass sie genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, muss auch dafür sorgen, dass das Schulsystem qualifizierte Schulabgänger für die berufliche Ausbildung hervorbringt. Wenn der Mittelstand weiterhin im bisherigen Umfang ausbilden soll, ist hier ein Umdenken erforderlich.

Dirk Adam, 02.09.2015

TTIP gegen Pressefreiheit

Bald schon könnten Journalisten und deren Informanten von Unternehmen verklagt werden und zwar, wenn diese Fakten präsentieren, die das Unternehmen geheim halten will.
Außer: Wir reagieren und verteidigen die investigative Arbeit von Journalisten und somit auch das Recht auf Informationsfreiheit aller Bürger/innen.
Unter dem Decknamen „Geschäftsgeheimnis“ („tradesecrets“) kündigt das Europäische Parlament den Kampf gegen Industriespionage an, in Wirklichkeit schafft sie aber ein mächtiges Instrument gegen den Journalismus und die Informationsfreiheit: das würde eine in Europa noch nie dagewesene Zensur bedeuten.

Mit dieser Direktive, die bald schon im Europäischen Parlament debattiert wird, kann jedes Unternehmen willkürlich entscheiden, ob Informationen von wirtschaftlichem Wert veröffentlicht werden dürfen oder nicht. Um es anders auszudrücken: mit diesem Gesetz

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MSF Interview mit einem Trucker über die tatsächliche Flüchtlingssituation in Calais

Das AfD-Mittelstandsforum hat mit dem Trucker Tom L., der zwei bis dreimal die Strecke Deutschland – England fährt und dabei den Eurotunnel bei Calais nutzt, ein Interview über die tatsächliche Flüchtlingssituation  geführt.

MSF: Sie fahren als Fernfahrer mindestens einmal wöchentlich über Calais. Was sind Ihre Wahrnehmungen bezüglich der großen Ansammlung von Flüchtlingen?

Tom L.: „Auf dem Weg zum Eurotunnel und zur Fähre in Calais befinden sich große Zeltansammlungen aus Plastik und Kartonagen. Wenn man auf der A 16 aus Belgien (Jabbeke) kommt, sieht man nachts und in den Morgenstunden Gruppen von Flüchtlingen auf dem Standstreifen der Autobahn.“

MSF: Haben Flüchtlinge jemals versucht, sich auf Ihren Wagen zu schmuggeln?

Tom L.: „Das Problem mit Migranten am Eurotunnel ist ja nicht erst seit gestern bekannt, sondern schon vor 15 Jahren gab es die Probleme, die jetzt jedoch noch viel massiver vorkommen. Auch ich hatte letztes Jahr im April 4 Flüchtlinge auf meinem Lkw und bemerkte dies erst in England, wo ich die Bordercontrol Police informierte. Mir war es schleierhaft wie diese 4 Personen auf mein Fahrzeug gekommen sind, der Planentrailer war mit Zollschnur und Plombe gesichert. Des weiteren begab ich mich bei der Eurotunnel-Erstkontrolle zum CO Check, hier wird von französischen Sicherheitsmitarbeitern der Kohlenmonoxidgehalt unter der Plane gemessen, später, beim britischen Check, wurde nochmals mit Hunden kontrolliert. Es wurden gegen mich seitens der britischen Polizei keine Ermittlungen eingeleitet, da ich die Kontrollen auf dem Frachtpapieren (CMR) mit Stempel dokumentieren konnte.“

MSF: Haben Sie gesehen, wie Flüchtlinge auf andere Lkw gelangten?

Tom L.: „Ja, sobald der Verkehr auf der Zufahrt zum Eurotunnel zum Erliegen kommt versuchen die Flüchtlinge auf oder in die Anhänger zu kommen.“

MSF: Hatten oder haben Sie persönlich Angst?

Tom L.: „Ich habe nicht direkt Angst, aber es ist ein ungutes Gefühl, man weiß ja nicht zu was die Flüchtlinge in Ihrer Notlage fähig sind.“

MSF: Immer wieder kommt es ja auch zu Verkehrsbehinderungen, wodurch geladene Lebensmittel verderben und in der Summe Millionenschäden entstehen. Betrifft Sie das auch? Können Sie das bestätigen?

Tom L.: „Ich habe bei den Kontrollen schon gesehen wie Flüchtlinge aus Gemüsefahrzeugen geholt wurden, ich denke, dass die Fahrt danach aus hygienischen Gründen nicht fortgesetzt werden kann und die Ware entsorgt werden muss.“

MSF: Wie sieht das Ihr Arbeitgeber? Befürchten Sie finanzielle oder sonstige Einbußen für Ihren Arbeitgeber und/oder für sich selbst?

Tom L.: „Für mich persönlich sehe ich keine finanziellen Einbußen, eher den Verlust meiner knappen Freizeit, aber meine Firma stöhnt schon durch den Ausfall von Touren und wegen der Nichteinhaltung von Terminen.“

MSF: Wie denken Sie über die Situation? Versagt hier die Europäische Union, die ihre Außengrenzen nicht schützt oder sehen Sie eher ein Versagen der französischen Behörden?

Tom L.: „Definitiv versagt hier Europa und jedes Mitglied der EU, wie kann jemand tausende Kilometer ohne Pass und Geld sowie Nahrung unkontrolliert quer durch Europa reisen?“

MSF: Die britische Regierung fährt ja mittlerweile einen recht harten Kurs, indem sie ankündigt, Flüchtlinge zurück zu schicken und Arbeitgeber zu bestrafen, die Flüchtlinge illegal beschäftigen. Finden Sie das richtig oder trägt diese Haltung zur Eskalation in Frankreich bei?

Tom L.: „Ich denke, auch Großbritannien sollte mehr Flüchtlinge aufnehmen, zumindest die schon am Eurotunnel campierenden, jedoch sollte die EU einig handeln und nicht die Last der Migranten auf drei bis vier Staaten verteilen. Europa sollte schneller handeln, sinnvoll wäre ein EU Konzept das den Leuten in Ihrer Heimat hilft.“

MSF: Was würden Sie und Ihre Kollegen sich von der Politik wünschen?

Tom L.: „Wie schon gesagt, schnelleres gemeinsames Handeln der EU an den Aussengrenzen, Hilfe für Verfolgte aus Kriegsgebieten ohne Wenn und Aber – und Wirtschaftsflüchtige umgehend in Ihre Heimat abschieben.“

MSF: Herzlichen Dank für das Interview Herr L.. Wir hoffen das Sie immer nach jeder Tour wieder gut zu Ihrer Familie zurückkommen.

Tom L.: „Danke. Gut das sich jemand um das Thema kümmert!“