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Außerordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbands Nordrhein-Westfalen

Außerordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbands Nordrhein-Westfalen

Wie angekündigt, wurde am Samstag, dem 26. September, die außerordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbandes NRW unseres Mittelstandsforums durchgeführt.

Diese wurde notwendig, da wir beim Landesvorstand drei Austritte zu verzeichnen hatten. Die verbliebenen Vorstände sind dankenswerter Weise zum 26.09 zurück getreten, sodass der Landesvorstand für eine volle Amtszeit komplett neu gewählt werden konnte.

Trotz des gleichzeitig durchgeführten AfD-Bezirksparteitags Düsseldorf und der Klausurtagung der Jungen Alternative NRW hatten wir eine sehr gute Beteiligung, mehr als 50 Prozent aller Mitglieder aus NRW waren anwesend. Dies belegt das große Interesse an unserem Mittelstandsforum.

Durch einen überaus erfreulichen Mitgliederzuwachs konnten wir den Landesverband in den letzten Wochen aus seinem Dornröschenschlaf erwecken – die Zahl unserer Mitglieder hat sich mehr als verdoppelt. Wir freuen uns auch darüber, dass einige Landesvorstände des AfD-Landesverbandes NRW dem Mittelstandsforum beigetreten sind und damit die Bedeutung unseres Verbandes für den wirtschaftspolitischen Diskurs der AfD bestätigt haben.

Markus Pretzell, Landessprecher der AfD NRW, wies in seinem Grußwort zu Recht darauf hin, dass der deutsche Mittelstand von den linken Parteien verachtet und von der CDU bestenfalls ignoriert wird. Selbst die FDP setzt neuerdings gleichfalls lieber auf gefälligen Wohlfühlliberalismus statt auf klare marktwirtschaftliche Kante.

Die Notwendigkeit dem Mittelstand eine starke Stimme zu geben, unterstrich auch Unternehmer Uwe Kamann, der zum neuen Landesvorsitzenden des AfD-Mittelstandsforums gewählt wurde. In seiner Eröffnungsrede sagte Kamann: „Unserem AfD-Mittelstandsforum wird im wirtschaftlichen Bereich die gleiche Bedeutung und gesellschaftliche Verantwortung zuteilwerden, wie der AfD im parteipolitischen Spektrum. Wir müssen und werden die Alternative zu dem bestehenden Wirtschaftsverbandskartell sein. Eine Alternative für den Mittelstand, die den Mut hat, den Finger in die wirtschaftspolitische Wunde zu legen und die in der Lage ist, zukünftig positive Veränderungen für den Mittelstand herbeizuführen.“

Alle gewählten Vorstandsmitglieder und die Rechnungsprüfer wurden mit einer stabilen Mehrheit von über 95% der anwesenden Mitglieder gewählt.

Gewählt wurden:

· Uwe Kamann (Vorsitzender)
· Markus Scheer (Stellv. Vorsitzender)
· Thomas Roeckemann (Stellv. Vorsitzender)
· Thomas Kunze (Schatzmeister)
· Ingo Schumacher (Schriftführer)
· Matthias Gellner (Beisitzer)
· Sebastian Schulze (Beisitzer)
· Helmut Holzem (Rechnungsprüfer)
· Christoph Oebel (Rechnungsprüfer)
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Der hohe Grad der Zustimmung ist Ansporn für den neu gewählten Landesvorstand, uns mit guter wirtschaftspolitischer Arbeit als der alternative Mittelstandsverband in NRW zu etablieren. Für die nächsten zwei Jahre versprach der neugewählte Vorsitzende Uwe Kamann, „ die Landesregierung mit ihrer desaströsen Wirtschaftspolitik mit Aktionen und Maßnahmen vor uns herzutreiben, um spätestens 2017 im Landesparlament für wirtschaftspolitische Veränderungen und eine bessere Zukunft unseres Mittelstandes zu sorgen.“

Der Mittelstand bildet aus

Der Mittelstand bildet aus
Berufliche Ausbildung erfolgt fast ausschließlich durch den Mittelstand

 

„Der Mittelstand ist das Rückgrat der Deutschen Wirtschaft“ – wie oft hat man diesen Satz schon gehört, auch wenn diese bedeutende Rolle des Mittelstands in der umgesetzten Politik der Altparteien dann meistens vergessen wird. Sonntagsreden von Politikern, die wissen, was gut ankommt, aber doch nur die Interessen ihrer Geldgeber vertreten.
Zum Nachteil nicht nur der Deutschen Wirtschaft, sondern auch der Berufsanfänger. Denn wieder einmal trägt der Mittelstand den Großteil der gesellschaftlichen Verantwortung: Nach der neuesten Studie der KfW wird die berufliche Ausbildung überwiegend vom Mittelstand getragen. 85 % der Auszubildenden absolvieren ihre Ausbildung in mittelständischen Betrieben. Bei insgesamt rückläufiger Tendenz bleibt die Zahl der Azubis in mittelständischen Unternehmen konstant bei ungefähr 1,2 Millionen.

Ohne den Mittelstand wäre das viel gelobte Duale Ausbildungssystem am Ende und nur ein kleiner Teil der Schulabgänger hätte einen Ausbildungsplatz. Diese Leistung können die kleinen und mittelständischen Unternehmen aber nur dann erbringen, wenn sie Rahmenbedingungen vorfinden, die ihnen Sicherheit für die Zukunft und damit für Investitionen gewährleisten. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört auch ein Bildungssystem, das die Versorgung der Wirtschaft mit Fachkräften sicherstellt. Diese Versorgung läuft in letzter Zeit nicht mehr rund. Die seit Jahrzehnten stetig anwachsenden Studentenzahlen entziehen dem Ausbildungssystem qualifizierten Nachwuchs. Während Mitte der 1990er immerhin schon 26 % der jungen Menschen einen Hochschulabschluss erlangten, liegt die Quote nach einer OECD-Studie inzwischen bei 42 %. Die Folgen sind ein Überangebot an Hochschulabsolventen in vielen Geisteswissenschaften bei gleichzeitigem Facharbeitermangel in vielen Bereichen der Dualen Ausbildung. Der Versuch, die entstandene Lücke mit Zuwanderung auszufüllen, funktioniert nur begrenzt. Sprachliche Hürden, unterschiedliche Bildungstraditionen und nicht vorhandene Vorkenntnisse führen oft dazu, dass dieser Versuch scheitert.
Eine Verbesserung des Bildungssystems sowie eine Ausrichtung des Bildungssystem an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes ist daher unumgänglich. Wer von mittelständischen Unternehmen verlangt, dass sie genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, muss auch dafür sorgen, dass das Schulsystem qualifizierte Schulabgänger für die berufliche Ausbildung hervorbringt. Wenn der Mittelstand weiterhin im bisherigen Umfang ausbilden soll, ist hier ein Umdenken erforderlich.

Dirk Adam, 02.09.2015

TTIP gegen Pressefreiheit

Bald schon könnten Journalisten und deren Informanten von Unternehmen verklagt werden und zwar, wenn diese Fakten präsentieren, die das Unternehmen geheim halten will.
Außer: Wir reagieren und verteidigen die investigative Arbeit von Journalisten und somit auch das Recht auf Informationsfreiheit aller Bürger/innen.
Unter dem Decknamen „Geschäftsgeheimnis“ („tradesecrets“) kündigt das Europäische Parlament den Kampf gegen Industriespionage an, in Wirklichkeit schafft sie aber ein mächtiges Instrument gegen den Journalismus und die Informationsfreiheit: das würde eine in Europa noch nie dagewesene Zensur bedeuten.

Mit dieser Direktive, die bald schon im Europäischen Parlament debattiert wird, kann jedes Unternehmen willkürlich entscheiden, ob Informationen von wirtschaftlichem Wert veröffentlicht werden dürfen oder nicht. Um es anders auszudrücken: mit diesem Gesetz

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