Dinner des AfD Mittelstandsforums mit Thilo Sarrazin in Dresden

AfD Sarrazin DresdenMehr als 100 Gäste aus ganz Deutschland folgten am 23. April 2015 in Dresden einer Einladung zum Mittelstands-Dinner mit Dr. Thilo Sarrazin. Die Zusammensetzung der Teilnehmer spiegelte alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mittelstandes wieder, welche das am 24. Januar 2015 in Kassel gegründete alternative Mittelstandsforum anspricht. So befanden sich sowohl Inhaber bzw. Geschäftsführer größerer Gesellschaften unter den Gästen als auch eine Reihe von Freiberuflern (Ärzte, Architekten und Rechtsanwälte) sowie selbständige Einzelunternehmer und Handwerker.

Erfreulich war, auf welche Resonanz die Veranstaltung in den AfD-Landtagsfraktionen von Sachsen und Brandenburg stieß: So nahmen neben der Landes- und Fraktionsvorsitzenden Frau Dr. Petry weitere vier sächsische MdL (Dr. Stefan Dreher, Carsten Hütter, Jörg Urban und Mario Beger) sowie mit Thomas Jung, Christina Schade und Andreas Kalbitz auch drei brandenburgische AfD-Landtagsabgeordnete teil.

Das Mittelstands-Dinner wurde eingeleitet mit den Grußworten von Stefan Vogel (Vorsitzender der Dresdner AfD-Stadratsfraktion und OB-Kandidat), Hansjörg Müller (Stellv. Bundesvorsitzender des AfD-Mittelstandsforums), Markus Pretzell MdEP (AfD-Europaabgeordneter und Landesvors. NRW) sowie Frau Dr. Frauke Petry (Bundessprecherin der Alternative für Deutschland).

Nach dem ersten Gang des Drei-Gänge-Menüs begann Dr. Thilo Sarrazin seinen dreiviertelstündigen Vortrag über „Griechenland und die Folgen“ mit einem kurzen Abriss der griechischen Finanzgeschichte, in dessen Verlauf er unter anderem auf die mehrfachen Staatsbankrotte seit dem 19. Jahrhundert sowie die spezifische griechische Steuermentalität einging. Bis zur Regierungsübernahme durch die linksradikale Syriza-Partei, so Sarrazin weiter, hätte es eine stillschweigende Übereinkunft mit der EU-Kommission gegeben: Demnach versprach die griechische Regierung, Reformen durchzuführen, und die EU-Kommission tat so, als ob sie diese Reformversprechen glauben würde, und zahlte Finanzhilfen. Diese Übereinkunft wäre – so Sarrazin – nun nicht mehr gültig, weil die griechische Regierung keinerlei Gegenleistungen mehr bringen aber trotzdem weiter Geld erhalten wollte.

Sarrazin beschrieb abschließend die aus seiner Sicht möglichen zwei Lösungswege: Erstens Verbleib im Euro, aber mit Staatsbankrott und umgesetzten Reformen, zweitens kein Staatsbankrott, dafür aber rascher Austritt aus dem Euro. Alles andere wäre Augenwischerei und würde das Problem nur verschleppen, aber nicht lösen. Die Gäste des Mittelstands-Dinner wußte Dr. Thilo Sarrazin mit dieser sachlich-nüchternen Analyse, welche die Dinge aber trotzdem in von ihm gewohnter Weise klar auf den Punkt bringt, auf seiner Seite. Nach den sich anschließenden nächsten Menü-Gängen fand noch eine Fragerunde mit Wortmeldungen verschiedener Gäste statt.

(hhm)

1. Klausurtagung des Vorstandes

Am 25. und 26.04.2015 wird sich unser Vorstand zu einer ersten Klausurtagung treffen. Schwerpunkt ist neben der weiteren organisatorischen Abstimmung die Erarbeitung der wichtigsten inhaltlichen Statements, die wir als gemeinschaftliche Positionen in Richtung der Politik abgeben wollen.